40 Jahre Chorleiter

Wolfgang Tropf

35 Jahre Chorgemeinschaft

Erste Mozartmedaille für Wolfgang Tropf

Die goldene Stimmgabel des FDB, die Ehrennadel des BCV, Urkunden und Ehrenbriefe sind Ehrungen an einen Chorleiter, der seit 40 Jahren die musikalische Verantwortung für verschiendenste Chorgruppen nicht nur im CV Bruchsal übernimmt. Erst vor Kurzem hat dieser Chorverband eine Ehrung ins Leben gerufen für sich in besonderem Maße um den Chorgesang verdient gemachte Peronen. Die erste "Mozartmedaille" des CV Bruchsal ging im Rahmen des großen Jubiläumskonzerts in der Pestalozzi-Halle an unseren Dirigenten Wolfgang Tropf. Darauf sind wir enorm stolz und gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser verdienten besonderen Auszeichnung.

Die Kriterien, derentwegen die Wahl auf Wolfgang Tropf fiel, waren Konzerte wie dieses, wo  zu  einem mehr als 3stündigen Mammutprogramm mehr als 550 aktive Sängerinnen und Sängern auf den Tribünen standen. In diesem Rahmen feierte die Chorgemeinschaft Tropf ihr 35jähriges Bestehen und das 40jährige Chorleiterjubiläum Tropfs und lieferten ein Konzerterlebnis der Superlative ab.

Bereits 90 Minuten vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung war die Pestalozzi-Halle in Graben-Neudorf schon  voll besetzt, was wohl dem Ruf der „Tropf-Konzerte“ zuzuschreiben ist. Mit einem viel gelobten Kirchenkonzert der „Liederhalle“ Karlsdorf, einer gefeierten  Musical-Revue der „Fidelia“ Oberhausen und einem ebenso tollen Konzert in Bad Langenbrücken unter dem Motto „The Show Must Go On“ setzte das große Jubiläumskonzert den Schlusspunkt unter die Konzertreihe. Diesen Slogan konnte man am Samstag, dem 19.11.2016, äußerst passend auf diesen Event anbringen. Der Gastgeber MGV Frohsinn Neudorf, der Heimatverein des Jubilars, eröffnete denn auch den musikalischen Auftakt mit seiner jüngsten Gruppe, den KIDS. Seit nahezu 20 Jahren stellen sich die Kleinsten im Verein mit dem „Chorsong“ vor, einer umgetexteten Version des Songs „Narcotic“ von Liquido. „Oh Nintendo“ beschrieb die Einsicht eines durch Video-Spiele beinahe vereinsamten Kindes, das letztendlich einsieht, dass eine Konsole keine Hände und kein Gesicht hat, und niemals einen echten Freund ersetzen kann. Mit dem „Cup Song“ von Anna Kendrick endete der Auftritt der KIDS, die unter großem Beifall die Becher, die „Cups“ auf dem Tisch den Rhythmus tanzen ließen.

Matthias Tropf gab sodann sein Debüt als neuer Chorleiter des HARDTCHORs in seinem Heimatort.  Mit „Angels“ und „Viva la Vida“ präsentierte die Gruppe zwei Songs aus dem Bestandsprogramm. Unter neuer Leitung einstudiert waren „On My Way Home“ von Pentatonix nach einer Bearbeitung von Matthias Tropf selbst und das südafrikanische „Shosholoza“, mit dem der HARDTCHOR dem Publikum so richtig einheizte.

Als kleine Leckerbissen und Vorgeschmack auf die Revue „New York, New York“, die der MGV Frohsinn für November 2017 plant, erklang „What A Wonderful World“ von Louis Armstrong mit dem Gemischten Chor. Sodann besang der Frauenchor den „Big Spender“. Man mag sich bei dem frechen, allseits bekannten Stück aus  dem Musical „Sweet Charity“ schon heute auch auf den optischen Genuss freuen, der die Zuschauer im November nächstes Jahr erwartet…

Mit „Peace Like A River“ gab sodann der Männerchor eine Kostprobe aus dem Programm des kommenden Kirchenkonzerts im April 2017. Augen zu und schon ist man in New Orleans… Auch das schmissige „Go Like Elijah“ von Chi Coltrane mit Uschi Tropf als Solistin wird dann zu hören sein.

Mit dem großen Abschlusschor „Die Sonne Nubiens“, dessen gleichnamiges Chorical wir im vergangenen Februar nach 4 Aufführungen als eines der erfolgreichsten Projekte in die Vereinsgeschichte schreiben durften, endete der erste Teil des musikalischen Programms.

Nach der Pause rauschte ein Klangsturm aus den Kehlen von 12 verschiedenen Chören über die Köpfe der Zuhörer hinweg. Mit „Exodus“, „Abendruhe“, „All Night, All Day“, „Weit, weit weg“, „Vater unser“ und „Benia Calastoria“ zeigten die Männerchöre der Chorgemeinschaft, wie breit gefächert das Spektrum in der Chorliteratur ist. Unter stürmischem Applaus gaben die Sänger den Programmverlauf weiter an die Frauenchöre. „Mich trägt mein Traum“, „Über sieben Brücken musst du geh’n“, „Lenas Song“, „Gabriellas Lied“ und „One Moment In Time“ leiteten über zum finalen Schlussteil.

Große Klassiker aus berühmten Filmen wie „Dry Your Tears Africa“, „Conquest Of Paradise“ und „Der ewige Kreis“ wurden ebenso laut bejubelt wie das beim Publikum geliebte „Dona Maria“ und das unsterbliche „Halleluja“ des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen. Nach dem bekannten „Amen“ aus dem Film „Lilien auf dem Feld“ stand dann das Schlussstück „Highland Cathedral“ noch aus. Mit Herbert Pföhler und Willi Sommer an den Dudelsäcken und zackiger Percussion von Harald Walter war Gänsehaut angesagt. Die monumentale schottische Melodie riss mit dem Schlussakkord die Zuhörer von ihren Stühlen, und lang anhaltende stehende Ovationen bescheinigten Wolfgang Tropf und seinen Chören eine großartige Leistung. Nach mehreren Zugaben und dem gemeinsam mit dem Publikum gesungene „Rock My Soul“  verabschiedete unsere erste Vorsitzende Ingrid Müller das Publikum.

Bereits wenige Minuten nachdem die letzten Töne verklungen waren, bekamen wir so viel positives Feedback im persönlichen Gespräch und auch in den sozialen Netzwerken.  Ein Konzertbesucher: „Die Sängerinnen und Sänger der Tropf-Chöre brauchen ja keine Angst vor Alzheimer zu haben, denn was diese Leute heute Abend alles auswendig gesungen haben ist das beste Gedächtnistraining!“. Eine ehemalige Sängerin über Facebook, die mit ihrem Mann von weit außerhalb zu jedem Konzert kommt: „Wir sind wie immer begeistert, was ihr so alles auf die Beine stellt! Jedesmal, wenn wir bei euren Konzerten sind, merke ich, wie sehr mir dieser Verein fehlt. Ihr seid echt eine gigantische Truppe! Macht weiter so!“ Eine Konzertbesucherin über WhatsApp: „Danke für den schönen musikalischen Abend“.

Ein großes Dankeschön verbunden mit einem dicken Lob für einfühlsames und professionelles Musizieren ging an das Ensemble: Michael Bender am Bass, Martin Bellm am Schlagzeug, Harald Walter an der Percussion, Lisa Hofer an der Querflöte, Jannik Hofer, Leonie Paulus, Nina Kubach und Julian Schlindwein an den Saxophonen und nicht zuletzt unsere Vizedirigentin Wiebke Bernstein am E-Piano.

An „nach Hause gehen“ war nach diesem Ereignis natürlich nicht zu denken, und so wurde noch bis in die frühen Morgenstunden mit unserer „Queen of Afterglow“ Wiebke Bernstein am E-Piano gesungen und gefeiert. Danke Wiebke!

Danke auch an alle Helfer, die beim Aufbau und natürlich auch am Sonntagmorgen beim Abbau so fleißig zur Stelle waren, so dass alle Arbeit in Null Komma Nix gemacht war.

Wir danken allen Konzertbesuchern für ihre Treue und freuen uns schon sehr auf die beiden Konzertereignisse 2017!