Glamour in der 
Festhalle Philippsburg


60. Geburtstag unseres Dirigenten Wolfgang Tropf

Am 03.01.19 lud unser Dirigent Wolfgang Tropf anlässlich seines 60. Geburtstages in die Festhalle Philippsburg zu einem Abend der Spitzenklasse ein. Passend zu der Jugendstil-Halle wurde die Feier in Abendkleidung begangen. Schon der Auftakt sprühte geradezu von Glamour, als Wolfgang nichts ahnend von einem Sportwagen mitsamt Chauffeur zum roten Teppich vor der Halle gebracht und von zwei jungen Damen in die Halle geleitet wurde. Die Gäste versammelten sich an beiden Seiten des Eingangs, um ihn willkommen zu heißen. Sichtlich gerührt von diesem Empfang, nahm Wolfgang Gratulationen und Glückwünsche entgegen. Nach einem Sektempfang und einem köstlichen Essensbuffet begann das Programm, welches seine Chöre, Familie und Freunde für ihn vorbereitet hatten. 

Den Auftakt machte der Hardtchor mit den Stücken “Mad World” und “Some Nights”. Nachdem er die Formation 1993 als Kinderchor gegründet hatte, wurde diese 2004 in Kinder- und Jugendchor aufgeteilt. Letzterer wurde 2015 von seinem Sohn Matthias Tropf übernommen. Über den gelungenen Auftritt freute Wolfgang sich sichtlich und auch die Gäste hielten sich mit Applaus nicht zurück. 

Auch die Gruppe “Showtime” des TSV Neudorf unter der Leitung unserer aktiven Sängerinnen Chantal Weick und Jana Haumann gratulierte Wolfgang herzlich mit einer eigens für diesen Abend einstudierten Choreografie. In Erinnerung an die Tanzmusik der Jugendzeit von Wolfgang und Uschi, tanzten sie zu Melodien der späten 70er und 80er Jahre, womit sie großen Beifall und eine Zugabe ernten konnten.

Unsere Sängerfreunde von der Eintracht Langenbrücken boten unter der Leitung von Vizechorleiter Eckbert Tesch ebenfalls zwei Gesangstücke dar. Begleitet von Elke Tesch an der Gambe sangen sie “Wo die Liebe bleibt” und “Möge die Straße”, bei welchem der ganze Saal mit einstimmte.

Danach hörten die Gäste eine ganz neue Fassung des Wolgalieds, welche eigens auf Wolfgang zugeschnitten war. Helmut Kramer, ebenfalls von der Eintracht Langenbrücken, hatte den Text selbst komponiert und trug das Lied acapella und stimmgewaltig vor.

Florian Schwabenland von der Fidelia Oberhausen präsentierte ein Kabarett nach dem Vorbild von Bodo Wartke, welches ein Medley von bekannten Liedern mit abgewandeltem Text darstellte. Neben einer herausragenden stimmlichen Leistung zeichnete es sich durch viel Humor aus und wurde mit tosendem Beifall belohnt.

Mit einem Sketch bereicherte die Liederhalle Karlsdorf den Abend, als sie Bernd und Elisabeth Dantes als Abgesandte aus Rom auf die Bühne schickte. Das Duo hatte alle Lacher auf ihrer Seite, als sie einen italienischen Kardinal inklusive Übersetzer mimten. Selbst den in der italienischen Sprache ungeübten wurde schnell klar, dass die Übersetzungen nicht immer gänzlich treffsicher ausfielen.

Unsere Aktiven Andreas und Sabine Guder führten ebenfalls einen Sketch auf, wie man sich die Szene vorzustellen hat, als Wolfgang in jungen Jahren sein erstes Klavier kaufte. Die groteske Szene eines jungen unerfahrenen Wolfgang Tropf war eine Bereicherung für den Abend.

Aus dem aktuellen Konzertprogramm “New York - New York” gab es einen weiteren Höhepunkt. Zur sinnlichen Melodie des “Big Spender” aus dem Musical Sweet Charity tanzten unsere Showgirls Ivonne Bachert, Tamara Dietrich, Jana Haumann, Lisa Hofer, Martina Maier, Michelle Rockenberger und Chantal Weick. Als krönenden Abschluss holten sie Wolfgang selbst als „Big Spender“ auf die Bühne, woraufhin der ganze Saal tobte.

Gerda Wünsch und Tatjana Brüsewitz, ebenfalls von der Eintracht Langenbrücken, gaben den Gästen in ihrem Sketch vor allem eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Zur Singstunde geht man nicht zum Singen, sondern zum Schwätzen. Sie gaben Einblicke in den üblichen Singstundenalltag und manch Sänger und Sängerin konnte sich gut in Gesagtem wiederfinden.

Das Finale gestaltete der MGV Frohsinn. Unsere Sängerin und Chorleiterin des Kinderchores, Wiebke Bernstein, studierte mit dem Frauenchor das Lied „Büblein auf dem Eise“ ein, welches seinerseits textlich passend auf das Geburtstagskind abgestimmt war. Anschließend kam der Männerchor hinzu und es wurde in gemischter Formation gesungen. „An Tagen wie diesen“ - erneut eine Uraufführung mit abgewandeltem Text - beschrieb eine Singstunde aus Sicht des Chorleiters, wenn der Chor einfach nicht nach seiner Pfeife tanzen will. „An Tagen wie diesen wünsch ich mir nen guten Chor“ lässt sich die Version des Liedes von den Toten Hosen zitieren. 

Zum Abschluss wurde die Ouvertüre von Wilhelm Tell vorgetragen, bei der der Chor kurzerhand in ein Sinfonieorchester umfunktioniert wurde. Mit ihren Stimmen sowie mit ihrer Gestik ahmten sie die einzelnen Instrumente nach und hauchten dem klassischen Musikstück eine moderne Note ein. Nach einem kurzen Einschub des „Bonanza“ endete das Stück mit einem Paukenschlag. 

In den Pausen sowie nach dem Programm sorgte die Band „Happy Hour“ für beste musikalische Unterhaltung, ebenso wie Peter Weiß als DJ zu später Stunde. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und der „Caipiman“ versorgte die Gäste den Abend über mit leckeren Cocktails.

Alle Gäste blicken auf einen wundervollen Abend voller guter Laune, toller Unterhaltung und bester Verpflegung zurück und es wurde ausgelassen gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Ein riesiges Dankeschön gilt Wolfgang Tropf für seine Großzügigkeit und die Mühe, die er in diesen Abend gesteckt hat.