New York - New York

Eine Stadt und ihre Musik

 

Unter diesem Motto hatte der MGV Frohsinn zu seinem jährlichen großen Konzertabend eingeladen. In der seit Wochen völlig ausverkauften Pestalozzi-Halle tauchten die Konzertbesucher schon am Eingang in den amerikanischen Flair ein, den das großartige Deko-Team in wochenlanger Arbeit mit viel Engagement gezaubert hatte. Die Speisen waren natürlich auch dem Motto angepasst, so dass mit „Hot Dogs“, „Chicken Nuggets“ und „French Fries“ auch das richtige Essen auf den Tellern lag. Die Pop-Corn-Maschine kam auch mit der Produktion kaum hinterher, und so konnte sich das Publikum rundum gestärkt auf das Programm freuen.

 

Der erste Konzertteil stand unter der Überschrift „Eine Stadt und ihre Künstler“. Alle 14 Einzelstücke wurden professionell von Chorleiter Wolfgang Tropf vorgestellt. Wie immer hatte er viel Information und Hintergrundwissen zu den Künstlern zusammengetragen und webte so den roten Faden ins Programm ein.

Mit dem Titel „New York, New York“ von Frank Sinatra legten die Chöre einen Senkrechtstart hin, der sich sehen lassen konnte. In Gold und Glitzer begeisterten die vereinseigenen Revuegirls mit der passenden Tanzeinlage, in bewährter Qualität von Angelika Debatin einstudiert. Mit „What A Wonderful World“ und „My Way“ wurden vom gemischten Chor die nächsten Klassiker interpretiert. Das Wort „Interpretation“, so darf man wohl mit Fug und Recht behaupten, stand den ganzen Abend über bei allen dargebotenen Liedern an erster Stelle, denn die Chöre hatten in monatelanger Feinarbeit den Stücken eine großartige Dynamik verpasst. So konnte der Frauenchor seine Titel zu eher tragischen Ereignissen sehr gefühlvoll zelebrieren. Mit „Only Time“, „Tears in Heaven“ und „True Colours“ wurden jede Menge Taschentücher im Saal gebraucht.  Nicht zuletzt auch deshalb, weil Monika Bätzler und Wiebke Bernstein die Lyrics zuvor sehr emotional vorstellten. Marcel Kisch „betete“ quasi den Song „Imagine“ von John Lennon. Mit seiner schönen weichen Stimme verlieh er dem unsterblichen Stück des Ex-Beatles eine ganz besondere Note.

Damit, so Chorleiter Wolfgang Tropf, das Publikum aber nicht komplett in Depressionen verfallen sollte, wartete nun der Männerchor mit „For The Longest Time“ auf, mit Nico und Manuel Wilde und Gianluca Milano als Frontmänner. Sofort war „der Schalter wieder umgelegt“, und bei „Sweet Caroline“ bezog Wolfgang Tropf das Publikum in dieses bekannte Stück mit ein.

Mit viel Schmiss ging es im Programm weiter, als die KIDS als Geisterjäger die Halle mit „Ghostbusters“ rockten. Im Shirt mit Original-Logo aus dem Film von 1984 und einer Choreografie, von den „Geistern“ Jana Haumann und Chantal Weick einstudiert, zeigten sie temperamentvoll was in ihnen steckt. Mit Matthias Tropf an der Ukulele  machten sie den Hit „Best Day Of My Life“ zum Slogan ihres Auftritts!

Der Hardtchor setzte ein weiteres Highlight dieses ersten Teils mit „Some Nights“, „Pokerface/Bad Romance“ und „Empire State Of Mind“, in dem Marcel Kisch, Markus und Matthias Tropf als Rapper überzeugten und Ivonne Bachert als Frontfrau völlig locker und professionell dem „i“ das Tüpfelchen aufsetzten. Was Matthias Tropf als Leiter dieser Gruppierung in den letzten Monaten mit seinen 38 jungen Sängerinnen und Sängern geleistet hat, präsentierte sich im sicheren und tonreinen Auftreten des Hardtchors.

 

In der Pause nutzten viele Besucher eine Neuerung, die erstmals beim MGV Frohsinn angeboten wurde: eine Weinbar mit exklusiven Weinen. Stilvoll präsentiert war diese Ecke in der Halle ein Magnet, der viele Genießer anzog und vom Angebot schwärmen ließ.

 

„Eine Stadt und ihre Musicals“ überschrieb den zweiten Teil des Abends.

Aus dem Musical „Sweet Charity“ trug der Frauenchor „Big Spender“ vor. Frech und lasziv gesungen und begleitet von den Revue-Girls (Ivonne Bachert, Tamara Dietrich, Jana Haumann, Lisa Hofer, Leonie Paulus, Martina Maier, Michelle Rockenberger, Patricia Rockenberger, Ann-Kathrin Roscha und Chantal Weick). Als „Big Spender“ hatten die Mädels Wolfgang Tropf während des Vortrags aus seinem Dirigat herausgepickt und  in ihre Mitte genommen. Geistesgegenwärtig sprang Vizechorleiter Matthias Tropf ans Notenpult und erledigte diese Aufgabe souverän zu Ende. Ein wenig gesitteter ging es dann wieder mit dem Männerchor zu, der nicht weniger mitreißend den „Rhythmus der Zeit“ sang. Ein Stück, bei dem niemand so recht still sitzen kann, eben im „Rhythmus“ mit muss…

Wer kennt nicht das Musical „Sister Act“? Daraus stammten die beiden nächsten Stücke „I Will Follow Him“ und „Hail Holy Queen“, gesungen vom Frauenchor und inzwischen ebenfalls großartige Evergreens und Lieblingsstücke.

„Annie“, das Musical über ein Waisenkind in New York, überschrieb den nächsten Block, den wieder die KIDS bestritten. Trotzig und „taff“ begegneten sie ihrer ungerechten Heimleiterin, dargestellt und gesprochen von Chiara Lupascu, mit dem Song „Unser Leben ist echt krass“, vielleicht besser bekannt unter dem englischen Titel „It`s A Hard Knock Life“. Ihr Debüt als Solistin gab Maria Tropf mit einem Lied aus „Annie“. Mit „Schon morgen“ begeisterte die Elfjährige mit ihrem sauber und innig vorgetragenen Song und erhielt dafür viel Lob und Beifall.

Die „West Side Story“ begeisterte schon mehrere Generationen Zuhörer und bildete den letzten Block im Programmablauf. Gemischter Chor, Männerchor und Frauenchor interpretierten die Stücke „Tonight“, „Ich gefall`mir“ und „Maria“, eingebettet in die Handlung, von Wolfgang Tropf zusammengefasst. Ein Bonbon gab es noch, als zum Lied „Mein Herz schlägt nur für dich“, gesungen von der Sologruppierung Jutta Hornung, Karen Ichters, Joachim Ichters und Uschi Tropf, Nicole Blank und Marcel Kisch als „Maria und Toni“ durch den Saal auf die Bühne kamen und im Anschluss zum letzten Stück „America“ einen temperamentvollen Tanz auf die Bretter legten. Einstudiert wurde diese Choreografie von Nadine Masak und Nicole Weiß. Die Sängerinnen und Sänger vom Hardtchor stellten indes die Gruppen der jungen Männer und Frauen aus dem Musical dar, die sich in diesem Song gegenseitig vom pro und contra des Daseins in New York zu überzeugen versuchen.

Den „Klang der Stille“ beschrieb Andreas Guder in den Lyrics zu „Sound Of Silence“ mit großem Gefühl.  Zum Finalstück hatten seit vielen Wochen die Sängerinnen und Sänger in außerordentlichen Singstunden ihre Freizeit investiert, um das legendäre Stück von Paul Simon und Art Garfunkel im Kleid der Cover-Version der Heavy-Metal-Gruppe „Disturbed“ auftrittsreif zu machen. In einem dramatischen Spiel von Laut und Leise begannen zunächst die Bässe, worauf sich eine Stimme nach der anderen zum gemischten Chor dazu gesellte. Mit Knicklichtern im Publikum und stehenden Ovationen beendete dieses Stück das Konzert. Erst nach mehreren Zugaben durften die Aktiven die Bühne verlassen.

Begleitet wurden die Chöre von unserem Ensemble Jannick Hofer, Nina Kubach und Leonie Paulus (Saxophon), Sabine und Peter Rockenberger (Trompete), Michael Bender (Bass), Martin Bellm (Schlagzeug) und Harald Walter (Percussion). Die meiste „Arbeit“ hatte „unsere“ Wiebke Bernstein am E-Piano, die auch immer die Proben mit begleitete.

 

DANKE

  • Allen Solisten, Tänzerinnen, Instrumentalisten, Choreografen und Lektoren der Lyrics.
  • Allen Sängerinnen und Sängern, denen kein Einsatz und keine Probe zuviel war.
  • Unserem unglaublichen Deko-Team, das wieder einmal über sich selbst hinaus gewachsen ist.
  • Allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, im Vorfeld und ganz im Verborgenen.
  • Allen Helferinnen und Helfern im Ausschank und in der Küche.
  • Den Verwaltungsmitgliedern für die viele Mühe bei der Organisation.
  • Der Firma „Active Sound“ für die solide und zuverlässige Beschallung und Lichttechnik.
  • Unserem Chorleiter Wolfgang Tropf für die immer wieder neuen und begeisternden Ideen und deren Umsetzung.
  • An alle, die nicht genannt wurden und dennoch immer für den Frohsinn da sind.
  • Nicht zuletzt unserem treuen Publikum, das immer wieder sein Vertrauen in unsere Events zeigt.

DANKE

Der Papa unserer Sängerin bei den Kids Mirja Bär hat einen wunderschönen Bericht aus seiner Sicht verfasst. Wirklich lesenswert ... und sehenswert die Bilder. Vielen Dank dafür!

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